Ein gepflegtes Hochbeet ist nicht nur ein Hingucker in deinem Garten, auf deinem Balkon oder auf deiner Terrasse, sondern bietet auch ideale Wachstumsbedingungen für Gemüse, Kräuter und Blumen, die dich vom Frühling bis in den späten Herbst mit frischen Kräutern, knackigen Salaten oder anderweitig köstlichen Bio-Snacks versorgen! Doch entscheidend für den Erfolg ist nicht allein die Wahl des Materials für das Hochbeet, die Größe des Beetes oder der Standort – sondern vor allem der richtige Hochbeet-Erdaufbau.
Wer die Erdschichten für das Hochbeet sorgfältig anlegt, schafft ein stabiles Milieu: Wasser fließt zuverlässig ab und Staunässe wird vermieden, Wurzeln finden Halt und die Pflanzen werden über Monate hinweg mit Nährstoffen versorgt, jedoch nicht überdüngt. In diesem Artikel erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Hochbeet optimal befüllst und welche Vorteile das bewährte Schichtsystem mit passendem Hochbeet-Substrat bietet.
Warum der Hochbeet-Erdaufbau so wichtig ist
Ein Hochbeet ist mehr als nur ein erhöhter Pflanzkasten. Im Inneren entsteht ein kleines Ökosystem, in dem Zersetzungsprozesse für Wärme und Nährstoffe sorgen. Der richtige Aufbau verhindert typische Probleme:
- Wenig Wasserspeicherung, wenn Boden zu durchlässig
- Staunässe durch zu viel Wasser und fehlende Drainage
- Verdichtete Erde, die Wurzeln den Sauerstoff nimmt
- Fehlende Belüftung, die zur Pilzbildung im Wurzelbereich führt
- Nährstoffmangel, wenn die Schichten unausgewogen sind
Ein gut geplantes Schichtsystem sorgt hingegen dafür, dass dein Hochbeet gesund bleibt und deine Pflanzen optimale Bedingungen haben. Also: Wie schichten wir ein Hochbeet?
Der Schichtaufbau im Hochbeet: Von unten nach oben
Die Basis für ein funktionierendes Hochbeet ist ein durchdachter Aufbau. Jede Schicht übernimmt eine bestimmte Aufgabe und sorgt gemeinsam für ein stabiles Pflanzmilieu, das eine ausgewogene Basis aus Feuchtigkeit, Durchlüftung, Nährstoffen und PH-Wert bietet.
Grundschicht / Drainage-Schicht: Blähton und Gartenvlies
Die unterste Schicht sorgt für die Drainage. Sie kümmert sich darum, dass überschüssiges Wasser abfließen kann – ein entscheidender Faktor, um Staunässe und Wurzelfäule zu vermeiden. Und wer einmal seine Zimmerpflanzen vor einem langen Urlaub Überwässer hat, weiß, wie gravierend sich Staunässe bereits nach wenigen Tagen auswirken kann.
Details und Aufbau der Grundschicht / Drainage-Schicht:
- Blähton: leichte, poröse Kügelchen, die für Luftigkeit sorgen und Wasser zwischenspeichern
- Gartenvlies: verhindert, dass feine Erdpartikel die Drainage verstopfen
👉 Vorteil: Deine Pflanzen stehen nie im Wasser, sondern in einem gesunden, lockeren Milieu.

Drainage Schicht mit Blähton sorgt für die Entwässerung und verhindert Staunässe
1. Schicht: Bio-Holzschnitzel
Auf die Drainage folgt eine Lage unbehandelter Bio-Holzschnitzel. Sie stabilisieren die Basis, sorgen für eine unterstützende Drainage und wirken wie eine zusätzliche Belüftung zwischen den Wurzeln.
Details und Aufbau der ersten Schicht:
- 100% Bio-Holzhackschnitzel, z.B. aus dem Baumarkt oder aus lokaler Herstellung (z.B. Baumpflege)
- sorgt für lockere Struktur und luftiges Wurzelwerk
- verhindert das Einsacken der Erde in die Grundschicht / Drainage-Schicht und trägt zur Drainage bei
👉 Tipp: Achte auf unbehandelte Holzschnitzel aus regionaler Herkunft.

Bio-Holzschnitzel als erste Schicht im Hochbeet sorgen für optimale Wurzelbelüftung
2. Schicht: Bio-Kompost
Die Kompostschicht ist das Herzstück des Hochbeets. Sie versorgt die Pflanzen langfristig mit Nährstoffen und speichert Wasser zuverlässig, ohne Staunässe zu produzieren. Natürlich kannst du den Bio-Kompost wahlweise auch selber herstellen.
Details und Aufbau der zweiten Schicht:
- Kompost liefert Stickstoff, Phosphor und Kalium
- aktiviert Bodenorganismen, die organische Substanz zersetzen
- hält die Erde dauerhaft fruchtbar
👉 Vorteil: Dein Hochbeet bleibt über Monate nährstoffreich, ohne dass sofort nachgedüngt werden muss.

Der Bio-Kompost wird direkt über dem Holzschnitzel aufgebracht
3. Schicht: Bio-Hochbeeterde
Den Abschluss bildet eine hochwertige Bio-Hochbeet-Erde. Hier wachsen die Pflanzen, daher sollte sie besondere Qualität aufweisen, idealerweise etwas „Startdünger“ für die ersten Wochen mit bringen und frei von Schadstoffen oder schädlichen Keimen sein.
Details und Aufbau der dritten Schicht:
- Bio-Hochbeeterde am besten torffrei und nachhaltig
- mit organischem Startdünger angereichert
- humos, locker und strukturstabil
👉 Tipp: Greife zu spezieller Bio-Hochbeet-Erde, die exakt auf Gemüse- und Kräuterpflanzen abgestimmt ist.
Die Hochbeet Schichtdicken im Überblick

Der ideale Aufbau der Erdschichten für dein Hochbeet (Drainage, Holzschnitzel, Kompost, Hochbeet-Erde)
Damit dein Hochbeet die richtige Balance bekommt, halte dich an folgende Orientierung. Je nach Höhe des Hochbeetes kannst du auch von einer prozentualen Verteilung ausgehen.
- Drainage: 5–10 cm (oder ca. 10-15%)
- Holzschnitzel: 10–15 cm (oder ca. 20%)
- Kompost: 20–35 cm (oder ca. 25%)
- Hochbeet-Erde: 20–30 cm (oder ca. 20%)
So entsteht ein stabiles, funktionales Substrat. Als einfachste Faustformel gilt aber: 4 Schichten mit ca. je 1/4 Höhe – und du kannst wenig verkehrt machen!
Vorteile des Schichtsystems im Hochbeet-Erdaufbau
Warum lohnt sich der Aufwand? Weil du mit dem Schichtaufbau gleich mehrere Vorteile sicherst:
- Staunässe verhindern durch Drainage
- Wurzelgesundheit fördern durch luftige Holzschicht
- Nährstoffversorgung sichern durch Kompost
- Nachhaltig gärtnern mit torffreier Bio-Erde
- Mehr Ertrag durch Wärme und ein aktives Bodenleben
Kurz gesagt: Ein Hochbeet mit richtigem Aufbau funktioniert wie ein natürlicher Kreislauf – und liefert dir gesunde Pflanzen und reiche Ernten – fast das ganze Jahr über!
Praktische Tipps für deinen Erdaufbau im Hochbeet
Damit du auch im Folgejahr noch erfolgreich ernten kannst, hier ein paar gute Tipps für die fortlaufende Pflege deiner Erdschichten:
- Jährlich nachfüllen: Da sich organische Schichten zersetzen, sackt das Substrat ab. Fülle jedes Frühjahr frische Bio-Erde nach.
- Lokal einkaufen: Viele Kommunen bieten günstigen Kompost oder Holzschnitzel an.
- An Pflanzen anpassen: Starkzehrer wie Tomaten oder Zucchini profitieren besonders von dieser Schichtung, Kräuter bevorzugen oft magerere Erde.
- Frühzeitig starten: Am besten füllst du dein Hochbeet im Herbst oder zeitigen Frühjahr, damit die Zersetzung rechtzeitig beginnt.

Der schönste Moment ist natürlich der, in dem du die ersten frischen Kräuter pflanzt und wenig später ernten kannst!
Mit dem richtigen Hochbeet-Aufbau zum Gartenerfolg
Der perfekte Aufbau des Hochbeets entscheidet über Wachstum und Ertrag. Drainage, Holzschnitzel, Kompost und Hochbeet-Erde bilden zusammen ein funktionales Schichtsystem, das für Entwässerung, Belüftung, Nährstoffe und Stabilität sorgt. Wer sein Hochbeet nach diesem Prinzip anlegt, schafft die besten Voraussetzungen für gesunde Pflanzen, nachhaltiges Gärtnern und eine reiche Ernte frischer Kräuter und Salate!
Möchtest du dein Hochbeet optimal befüllen, hast aber noch gar kein eigenes? Dann melde dich bei uns und fordere dein Hochbeet Angebot an! 🙂