Salat im Hochbeet pflanzen? Aber sicher! Denn das Hochbeet gehört zu einem der besten Orte, wenn es darum geht, Gemüse, Früchte, Kräuter oder auch Salate anzubauen. Doch kann man Salat im Hochbeet pflanzen und damit einen gleichwertigen vergleichbaren Ertrag erzielen, als würde der Salat im Freiland, also beispielsweise auf dem Feld, angebaut? Definitiv. Wir zeigen dir die 5 wichtigsten Gründe, die für eine Aussaat von Salat im Hochbeet sprechen. Welche Salatsorten eignen sich überhaupt für mein Hochbeet und worauf ist beim Salat im Hochbeet zu achten? Dieser Artikel gibt dir eine vollständige Übersicht inklusive PDF Checkliste „Salat im Hochbeet“ als praktischer Download!
Warum man Salat im Hochbeet pflanzen sollte: 5 Gründe
Gerade Hobbygärtner wünschen sich eine ertragreiche Ernte bei gleichzeitig wenig Pflegeaufwand, geringer Arbeitsbelastung und möglichst flexibler Bepflanzung, die sich im Idealfall an Standortbedingungen anpassen lässt. Das Hochbeet ist das ideale Werkzeug, wenn es darum geht, Gemüse und Salate einfach und effektiv anzubauen. Warum? Das zeigen dir die folgenden Punkte!
1. Grund: Frühere Aussaat und Ernte durch Wärmeentwicklung im Hochbeet
Dank der natürlichen – umgangssprachlich logischen – Höhe des Hochbeets lässt sich, je nach Bauart, mit einer zusätzlichen natürlichen Wärmeentwicklung rechnen, die viele Ursachen haben kann. Zum Einen erwärmt sich ein Hochbeet aufgrund der abgeschlossenen und im Verhältnis zum regulären Boden begrenzte Erdmenge um ein Vielfaches schneller, wenn die Sonne Ihren Dienste verrichtet. Zum Anderen kann das Hochbeet durch einen Frühbeet-Aufsatz oder einen dunklen, wärmeabsorbierenden Anstrich zusätzliche Wärme tanken, die den Austrieb von Saat verbessert oder sogar empfindliche Gewächse vor kühlen Nächten und Frost im Frühjahr ab ca. Februar / März schützen kann. Das ermöglicht eine deutlich frühere Aussaat und eine frühere Ernte. Im Idealfall kann man den Salat im Hochbeet also bereits ab ca. Februar / März aussähen und – je nach Sorte – auch schon ab Mai / Juni ernten.
2. Grund: Weniger Schädlinge, keine Schnecken im Hochbeet
Leider bleibt auch Salat nicht von Schädlingen verschont. Das frische, knackige Grün schmeckt so einigen Pflanzenfressern mindestens genauso gut, wie dem hiesigen Hobbygärtner. Gerade Schnecken zählen hier zu den Hauptschädlingen, mit denen Salat zu kämpfen hat. Das Hochbeet schafft hier Abhilfe. Wenn die Bauart es zulässt, also eine relevante Höhe von 50 bis 100cm über den Erdboden erreicht wird und nur wenig Fläche zur Verfügung steht, über die die „kletteraffinen“ Schnecken das wertvolle Grün erreichen können, dann minimiert sich der Schneckenbefall von Salat im Hochbeet auf Null. Und das macht sich auch bei der Ernte bemerkbar. So lässt sich ganz ohne chemische oder natürliche Schneckenbekämpfung eine fraß-freie Salaternte im Hochbeet erzielen.
3. Grund: Rückenschonende Pflege und Ernte von Salat
Wer schon einmal mehrere Stunden auf dem Gartenboden gekniet hat, um die Saat zu säen oder Jungpflanzen zu setzen, der weiß genau, wie mühsam diese Arbeit ist. Mit Rückenschonung hat die Kriecherei schon einmal gar nichts mehr zu tun! Umso gravierender ist der Unterschied, wenn man sich erst einmal an die Arbeit mit einem Hochbeet gewöhnt hat. Bei einer angenehmen Rückenhöhe von einem Meter lässt sich mit frei beweglichen Hochbeeten wie von miorto die tägliche Pflege der Salate im Hochbeet mit absoluter Leidenschaft umsetzen, die nicht auf Kosten der Gesundheit geht.
4. Grund Bessere Bodenqualität und Nährstoffversorgung
Im Hochbeet bestimmst du selbst, welche Erde du verwendest. Je nach Standort, Niederschlag, Sonnenstrahlung, Temperatur und vor allem – je nach gepflanzter Salat-Sorte kann eine andere Erde verwendet werden. Es gibt sogar spezielle Hochbeet-Erde. Dadurch erhält dein Salat genau die Nährstoffe, die er braucht – ganz ohne ausgelaugten Gartenboden oder schlechte Drainage. Besonders in Kombination mit Kompost oder spezieller Hochbeeterde gedeiht Salat kräftig und gesund in deinem Hochbeet!
5. Grund: Verlängerte Gartensaison bis in den späten Herbst oder Winter!
Ein Hochbeet speichert nicht nur im Frühling zusätzliche Wärme und entkoppelt es von Bodenfrost, sondern lässt sich auch bis in den späten Herbst länger nutzen. Mit einem einfachen Vlies oder einem Mini-Gewächshaus-Aufsatz kannst du deine Salaternte deutlich verlängern und im Falle drohender Frostnächte im Handumdrehen abdecken. Gerade wenn du mit vorgezogenen Jungpflanzen startest, die bereits im Gewächshaus vorgezogen werden, kannst du so oft bis in den späten November hinein Salat aus deine Hochbeet ernten.
Welche Salat-Sorten sind für ein Hochbeet geeignet?
In Punkto Sortenauswahl ist dir bei Salat im Hochbeet keine Grenze gesetzt. Durch die sehr gute Regulierbarkeit von Temperatur, Boden- und Wasserverhältnissen sowie Sonneneinstrahlung bzw. dem gewählten Standort lässt sich das Hochbeet sehr gut an die Bedürfnisse unterschiedlicher Salate anpassen. Wenn dein Hochbeet auf Rollen steht, kannst du es sogar Standort-flexibel platzieren. Doch lass uns einen blick auf die gängigsten und besten Salat-Sorten für das Hochbeet werfen:
Romanasalat (Römersalat) und Kopfsalat im Hochbeet
Ein absoluter Klassiker ist der Romanasalat (auch Römersalat genannt) oder synonym auch Kopfsalat, den es in Sorten mit grünen und roten Blättern gibt. Mit seinen weichen aber aromatischen Blättern gehört der Kopfsalat zum ganzjährigen Dauerbrenner, der sich in vielen Gerichten optimal kombinieren lässt. Romanasalat ist hingegen als echter Sommersalat bekannt, da er mit der Zeit sehr schöne Köpfe ausbildet und nicht blüht. Auch der Batavia-Salat und Eissalat gehören zu den Gartensalaten bzw. Kopfsalat, da sie mit geschlossenen bzw. nach oben geöffneten Köpfen wachsen. Je nach Sorte sind die Kopf- und Romanasalate eine aromatische, frische und knackige Basis für viele Salatgerichte.

Kopf- und Romanasalate sind eine aromatische, frische und knackige Basis für viele Salatgerichte
Schnittsalat im Hochbeet
Im Gegensatz zum Kopfsalat, der Blatt für Blatt geerntet wird, werden beim Schnittsalat bereits sehr junge Blattbüschel vollständig abgeerntet. Der größte Vorteil am Schnittsalat ist seine frühe Ernte und der lange Anbau bis spät in den Herbst hinein. Schnittsalat ist grundsätzlich unempfindlich gegen den ersten oder letzten Frost, jedoch muss die Sorte zum jeweiligen Pflanzzeitpunkt passend gewählt sein. Denn einige Sorten eignen sich eher führ eine frühe Aussaat, während andere gerne bis in den Spätherbst oder Winter hineinwachsen. Schnittsalat kann in den meisten Fällen schon wenige Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass die Sorten nicht zu falschen Zeit gesät werden, da der Salat im Hochbeet ansonsten schnell zu „schießen“ beginnt.

Schnittsalate können früh geerntet und lange angebaut werden, was sie zum idealen Salat für das Hochbeet macht.
Pflücksalat im Hochbeet
Ähnlich wie beim Schnittsalat, ist der größte Vorteil am Pflücksalat die gleichmäßige Ernte von außen nach innen, wobei die rot- oder grünblättrigen Eichblattsalate, Lollosalate und Schnabelsalate natürlich auch im Ganzen als Kopf geerntet werden können. Allerdings wächst dann nichts mehr nach. Ansonsten ist es ratsam, den Schnitt- bzw. Pflücksalat sorgfältig von Blatt zu Blatt zu ernten, um immer einen frischen Salat griffbereit zu haben.

Der Eichblattsalat ist mit seiner markanten rot-grünen Form ein klassischer Pflücksalat für das Hochbeet
Zichoriensalat im Hochbeet
Zuckerhut, Endivien-Salat, Chicoree und Radicchio-Salat sind Zichoriensalate bzw. Blattsalate aus der Gattung Cichorium, die für den Anbau im Herbst sehr gut geeignet sind. Zichoriensalat hat einen hohen Anteil an Bitterstoffen und entwickelt damit einen ganz eigenen, unverwechselbaren Geschmack. Aufgrund der späten Ernte und der Einlagerbarkeit in Erdmieten bzw. Sand wird der Zichoriensalat auch gerne als Wintersalat bezeichnet. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen bzw. Inulin fördert die Bildung von nützlichen Bakterien in der Darmflora und fördert die Verdauung.

Radicchio-Salate sind als Wintersalat perfekt für eine späte Ernte geeignet
Feldsalat im Hochbeet
Wer Feldsalat oder Ackersalat im Hochbeet pflanzen will, sollte möglichst ab Ende September direkt in das Beet säen. Eine frühere Aussaat ist nicht wirkungsvoll, da bei zu warmen Temperaturen die Keimung ausbleibt. Die Ernte ist dann im frühen Winter möglich, wer später sät, sollte den Feldsalat zusätzlich mit Vlies abdecken, um die Luftzirkulation nicht zu behindern.

Feldsalat ist der wohl bekannteste Salat, der auch ideal im Hochbeet gepflanzt werden kann. Eine Aussaat sollte jedoch frühestens ab September
Pflanzzeit und Pflegehinweise für das Hochbeet
Die optimale Pflanzzeit variiert stark je nach Salatsorte. Frühjahr und Herbst sind jedoch generell gute Zeiträume für die meisten Sorten. Achte darauf, die Salat-Samen nicht zu tief zu säen und den Boden stets feucht zu halten, wobei eine Staunässe vermieden werden sollte. Eine regelmäßige, aber moderate Bewässerung ist entscheidend, um ein optimales Wachstum zu gewährleisten.
Mischkultur: Gute Nachbarn für Salat
Salat harmoniert im Hochbeet ziemlich gut mit Radieschen, Karotten und Kräutern wie Dill oder Schnittlauch. Diese Kombinationen fördern das Wachstum und kann dabei helfen, Schädlinge fernzuhalten. Vermeide jedoch die direkte Nachbarschaft zu Petersilie, da diese das Wachstum des Salats hemmen kann.
Häufige Fehler beim Salatanbau im Hochbeet
Beim Pflanzen von Salat im Hochbeet kannst du eigentlich nicht viel verkehrt machen. Ein paar kleine Dinge sollten aber dennoch berücksichtigt werden, um optimalen Ertrag bei der Ernte zu gewährleisten:
- Zu dichte Aussaat: Dies führt zu Konkurrenz um Licht und Nährstoffe. Halte daher den empfohlenen Pflanzabstand ein. Eine Orientierung bietet oftmals die Packung. Wenn es im Hochbeet eher eng ist, gilt: Lieber mehr Luft lassen, als zu eng pflanzen!
- Unregelmäßiges Gießen: Salat benötigt gleichmäßige Feuchtigkeit. Zu viel oder zu wenig Wasser kann das Wachstum beeinträchtigen.
- Vernachlässigung der Fruchtfolge: Wechsle die bepflanzten Kulturen jährlich, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden und den Nährstoffgehalt zu erhalten. Falls du die Erde im Hochbeet regelmäßig austauscht, kann dieser Punkt jedoch vernachlässigt werden.
Fazit
Der Anbau von Salat im Hochbeet ist effizient, nachhaltig und gewährleistet eine solide Ernte über das ganze Jahr hinweg. Mit der richtigen Sortenwahl, guter Pflege, einem Design Hochbeet von miorto und Beachtung der Mischkultur steht einer reichen Ernte nichts im Wege. Also, worauf wartest du noch? Starte dein eigenes Salatprojekt im Hochbeet und genieße frische und knackige Salate aus dem eigenen Anbau!